X-TREME-SPORTS bei facebook

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Wer die schöne neue Welt auch etwas kritisch betrachten will, den sind folgende Zeilen, aus Wikipedia (vorwiegend aktuell am 04.05.2011, etwas erweitert am 21.12.2011) gewitmet.   Hier gehts zum vollständigen, aktuellen Wikipediaeintrag http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook

 

Generelle Kritik am Datenschutz bei Facebook

Facebook steht regelmäßig für seine miserabelen Datenschutzpraktiken in der Kritik. Besonders hervorzuheben ist hierbei ein Bericht der Stiftung Warentest, welcher den Datenschutz 10 führender sozialer Netzwerke miteinander vergleicht. Facebook belegt hierin zusammen mit LInkedIn und Myspace die hintersten Plätze wegen "erheblicher Mängel" beim Datenschutz.[59]

Oft berufen sich Facebook-Befürworter darauf, dass ein guter Datenschutz bei sozialen Netzwerken systembeding kaum möglich sei. Allerdings zeigen andere soziale Netzwerke wie StudiVZ und SchülerVZ laut dem Test dass ein erheblich besserer Umgang mit Nutzerdaten durchaus möglich ist.[60]
Anonyme Registrierung

Auf Facebook ist es möglich, sich mit einer fiktiven Identität anzumelden. Der Nutzer wird jedoch ausdrücklich dazu aufgefordert, sich mit seinem echten Vor- und Nachnamen sowie seinem Geburtsdatum anzumelden. Die Eingabe von zwei Namen (also Vor- und Nachname) ist erforderlich. Zwar findet keine Überprüfung der realen Identität eines Benutzers statt, jedoch löschte Facebook schon mehrmals in automatisierter Form ohne Vorwarnung Profile mit ungewöhnlichen Namen, hinter denen ohne Einzelrecherche unechte Identitäten vermutet wurden.[61] Dadurch wurden auch Profile real existierender Personen gelöscht. Die Veröffentlichung von persönlichen Daten ist den Nutzern freigestellt.


Fremde E-Mail-Kontakte können ausspioniert werden

Bei der Eröffnung eines Facebookkontos wird nicht sofort überprüft, ob man auch Besitzer der angegebenen E-Mail-Adresse ist. So kann der Anmelder eine fremde E-Mail angeben und über die Funktion "Freunde finden" die 20 Personen sehen, mit der der E-Mail-Besitzer Kontakt hatte.[62]
Offenlegung privater Daten bei bloßer Kenntnis der E-Mail-Adresse

Facebook hat eine Kooperation mit den Mailprovidern GMX und Web.de. Wenn z.B. ein GMX-Nutzer Nachrichten an eine E-Mail-Adresse eines Facebooknutzers schreibt, wird der GMX-Nutzer darüber informiert, dass der Empfänger seiner E-Mail bei Facebook registriert ist und wie dessen Vor- und Nachname lautet. Während der Registrierung bei Facebook wird darauf nicht hingewiesen. In den FAQ von GMX gibt es einen Eintrag, der den Zusammenhang erläutert und eine – nicht mehr aktuelle – Anleitung enthält, wie diese Funktion in den Einstellungen von Facebook deaktiviert werden kann.[63] Aktuell (April 2011) findet man die Möglichkeit zur Deaktivierung bei Facebook unter Konto / Privatsphäre-Einstellungen / Anwendungen und Webseiten / Öffentliche Suche.
Personalisierte Werbung

Am 7. Oktober 2007 kündigte Facebook an, in allen vorhandenen Nutzerprofilen von mehr als 50 Millionen registrierten Nutzern personalisierte Werbung zuzulassen. Dabei sollen den bislang interessierten 60 Konzernen und Unternehmen persönliche Daten der Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Neben Alter, Geschlecht, Lieblingsbeschäftigungen, Wohnort, politischer Überzeugung, Lieblingsbüchern und -filmen umfassen die bereitgestellten Informationen auch den Bildungsstand und Hinweise auf persönliche Beziehungen.

Dagegen wendet sich in den Vereinigten Staaten erste Kritik, wie von Facebook-Nutzer Nate Weiner im Gespräch mit AP: „Was wäre, wenn du ein Buch bei Amazon kaufst, das ‚Der Umgang mit Aids‘ heißt, und jeder einzelne deiner Freunde erfährt davon?“ Denn das Problem ist, dass nun ein Unternehmen immer mehr persönliche, schlecht zu kontrollierende Angaben seiner Kunden (mit deren formeller Erlaubnis) speichert, das aber im Alltag nicht bewusst macht.[64]

Ein Artikel im Guardian vom 14. Januar 2008 kritisierte die Gründer und Besitzer des Unternehmens in zahlreichen Punkten. Unter anderem zeigte er auf, wie die libertäre Gesinnung des Investors Peter Thiel, eines aus Deutschland stammenden Hedgefonds-Managers, einen Einfluss auf die Funktionsweise und Ausrichtung des Unternehmens haben könnte.[65]


Verwertung von Nutzerdaten

Facebook änderte im Februar 2009 die Nutzungsbedingungen (Terms of Service) dahin gehend, dass das Unternehmen die Daten von Mitgliedern zeitlich unbegrenzt verwenden durfte – auch nach Löschung bzw. Deaktivierung eines Nutzerkontos. Die Regelung betraf beispielsweise Kommentare, Fotos und Videos.[66] Nach massiven Protesten von Nutzern, Daten- und Verbraucherschützern wurden die Regeln zunächst wieder auf den Stand vor den Änderungen zurückgesetzt.[67] Zudem kündigte das Unternehmen an, in bestimmten Fällen seine Nutzer künftig über Regeländerungen abstimmen zu lassen.[68] Im April 2009 stellte Facebook modifizierte Nutzungsbedingungen zur Abstimmung, in denen Nutzern der Besitz ihrer Informationen zugesichert wird. Eine Mehrheit der Teilnehmer befürwortete die neuen Regeln.[69] Obwohl die Inhalte (z. B. Fotos) im Besitz der Nutzer bleiben, erhält Facebook das Recht, alle Inhalte kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben.[70] Auch nach der Änderung der Nutzungsbedingungen kommt Facebook immer wieder wegen seiner lockeren Datenverwertung in die Schlagzeilen. So speichert das Unternehmen nach einem Update auf dem Handy Kontaktdaten. Aber auch über eine Suchfunktion, über die Mitglieder die noch nicht gefundenen Freunde auf Facebook mit den Daten aus der E-Mail-Kontaktliste des Mailproviders abgleichen und finden können, werden Daten von Nicht-Mitgliedern dauerhaft und ungefragt gespeichert.[71] Zuletzt wurden die Nutzungsbedingungen von Facebook indirekt durch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Köln bestätigt. Ein Nutzer hat ein Foto von sich in seinem Nutzerprofil veröffentlicht. Eine Personensuchmaschine hatte dieses übernommen. Das Oberlandesgericht Köln wies die auf Unterlassung gerichtete Klage des Nutzers mit der Begründung zurück, dass dieser mit der Einstellung seines Fotos seine Einwilligung in einen Zugriff durch die Personensuchmaschine zumindest konkludent erklärt hätte. Zudem hätte er von der ihm von Facebook in den Nutzungsbedingungen eingeräumten Möglichkeit der Sperre gegenüber Suchmaschinen keinen Gebrauch gemacht, auf die das Gericht ausdrücklich verwiesen hat.[72]
Auswertung/Nutzung durch Nachrichtendienste und Polizei

Mitte 2009 wurde bekannt, dass die iranische Polizei Facebook-Profile benutzt, um bei Verhören den Freundeskreis von Regimegegnern und Demonstranten auszumachen und namentlich zu identifizieren.[73]
Vergangene zwangsweise Veröffentlichung von privaten Nutzerdaten

Im November 2009 veränderte Facebook die Standardeinstellungen zur Privatsphäre. Die Voreinstellungen sind nun so, dass möglichst viele Informationen öffentlich sichtbar sind. Darüber hinaus waren bestimmte Informationen, darunter Name, Profilfoto, Freunde und Gruppenzugehörigkeiten seitdem immer öffentlich sichtbar, auch wenn Nutzer zuvor andere Einstellungen vorgenommen hatten – die früheren Schutzmöglichkeiten waren bei diesen Punkten entfallen. Im Mai 2010 wurden diese Missstände durch umfassende Veränderung und Vereinfachung der Privatsphären-Einstellungsmöglichkeiten behoben.[74] Seitdem sind lediglich Name, Profilbild und User-ID zwangsweise für alle anderen Facebook-User sichtbar, sämtliche anderen Informationen können über die Privatsphären- oder Profileinstellungen auf nicht-öffentlich gestellt werden. Die Internet-weite Auffindbarkeit z.B. durch Suchmaschinen ("Öffentliche Suche") kann für sämtliche Informationen ausgestellt werden.

Extremistische Einträge

Auf Facebook existieren zahlreiche Benutzerseiten mit extremistischem Inhalt, z. B. Seiten zu Diktatoren.[75] Im April 2009 hatte eine Benutzerin über 200 Nazi-Seiten gesammelt, mit beispielsweise Namen wie Großdeutschland, Erwin Rommel Fan Club oder Holocaust Party, mit meist NS-Propaganda. Sie schrieb daraufhin einen offenen Brief an Facebook mit der Aufforderung, die Profile der Neonazis zu löschen, oder es komme zu einer Anzeige wegen Volksverhetzung. Am 17. April 2009 stoppte die Deutsche Telekom ihre Werbung auf Facebook mit Hinweis auf „rechtsextreme“ Websites auf dem Portal.[76] Auch die Bundeszentrale für politische Bildung beobachtete Facebook.[77][78] Facebook erklärte daraufhin, man wolle keine Benutzer mit einer Zensur verschrecken, nehme aber die Nutzungsbedingungen sehr ernst und würde entsprechende Gruppen löschen.[79]
Speicherung der Daten von Nicht-Mitgliedern

Im Februar 2010 kam an die Öffentlichkeit, dass Facebook auch die Daten von Bürgern speichert, die willentlich nicht bei Facebook angemeldet sind.[80] Facebook bietet den Nutzern von Smartphones eine kostenlose Software („App“) an, um ihre Kontakte aus ihrem Telefonbuch mit den Kontakten in Facebook zu synchronisieren. Dabei werden standardmäßig sämtliche Nach- und Vornamen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Geburtstage hochgeladen und bei Facebook gespeichert. Nutzer berichten, dass dadurch auch die Verknüpfungen und Bekanntschaften von nicht angemeldeten Bürgern ersichtlich werden und bei einer möglichen Neuanmeldung der betreffenden Person bereits umfassende Freundeslisten vorgeschlagen werden. Diese Art der unwillentlichen Datenerhebung widerspricht dem in Deutschland geltenden Recht der informationellen Selbstbestimmung. Inzwischen bietet Facebook zwar ein Kontaktformular[81] an, das es Nicht-Mitgliedern erlaubt, nach Eingabe der eigenen E-Mail-Adresse alle damit verbundenen Daten löschen zu lassen. Diese Methode ist jedoch nur von Nutzen, wenn Facebook eine Mailadresse bereits mit den anderen gesammelten Daten verknüpft hat. Nach der Aussage Peter Schaars, des Datenschutzbeauftragten der Bundesregierung, könnten Bürger rechtliche Schritte einlegen. Das US-Unternehmen müsse sich deutschem Recht beugen.[82]
Weitergabe der Benutzeridentitäten durch Facebook-Applikationen

Am 18. Oktober 2010 veröffentlichte das Wall Street Journal einen Bericht über die Weitergabe von Nutzer-IDs an Drittanbieter. Zahlreiche Facebook-Applikationen konnten durch die Referrer-Informationen des Browsers die ID der Nutzer auslesen und somit potentiell Rückschlüsse auf die reale Identität des Benutzers ziehen.[83]
Bösartige Scripte

Durch bösartige Scripte die sich Facebook-Funktionen zu nutze machen, werden Benutzer belästigt oder ausspioniert.[84] Facebook informiert seine Kunden unzureichend und beschränkt sich vorwiegend auf das, vom Nutzer oft unbemerkte, Beseitigen des Schadcodes.[85]

Erschwerung der Kontolöschung

Wenn sich ein Facebook-Nutzer entscheidet sein Profil zu löschen, so gestaltet sich dies als ein komplizierter Vorgang, in dem der Nutzer mehrfach dazu genötigt wird sein Facebook-Profil zu behalten, bzw. nur temporär zu deaktivieren. Eine endgültige Abmeldung und Löschung des Profils kann sich somit über mehrere Monate hinziehen und verlangt zahlreiche Bearbeitungsschritte oder teilweise sogar fortgeschrittene Computer-Kenntnisse (z.B. gezielte Löschung von Cookies) über die viele Nutzer nicht verfügen. [86]

Dieser Aufwand rechtfertigt für viele User nicht den Nutzen, den sie aus einer Profillöschung ziehen, was oft bewirkt, dass viele Nutzer ihr Profil doch lieber behalten und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt reaktivieren.

Datenschüzer kritiseren diese Vorgehensweise von Facebook als gezielte Einschränkung der Konsumfreiheit, weshalb im Netz immer mehr Anleitungen zur Löschung von persönlichen Daten und Profilen kursieren[87]; deren Funktion ist aber oft umstritten.


Big Brother Awards

Im Jahr 2011 wurde Facebook (gemeinsam mit Apple) der Negativpreis Big Brother Awards als Datenkrake zuerkannt.[88]

Gesichtserkennungssoftware

Die Freischaltung einer Software zur Gesichtserkennung, die automatisch auf neu hochgeladenen Fotos nach Gesichtern anderer Facebooknutzer sucht, um entsprechende Markierungen der Bilder vorzuschlagen, löste bei Datenschützern heftige Kritik aus. Die Funktion wurde in den Vereinigten Staaten im Dezember 2010 und in weiteren Ländern im Sommer 2011 für sämtliche Nutzerkonten aktiviert. Der Dienst gleicht die Gesichter und Namensnennungen auf älteren Fotos mit den neuen Aufnahmen ab und sucht dort nach diesen Gesichtern. Will ein Nutzer diesen Dienst nicht in Anspruch nehmen, muss er ihn manuell abschalten.[92]


Facebook-Partys

Über Facebook gibt es die Möglichkeit, zu Veranstaltungen einzuladen. Dabei hat der Benutzer zwei Möglichkeiten: Er kann eine öffentliche Veranstaltung ausschreiben oder privat zu einer Veranstaltung einladen. Die Option „öffentlich“ muss durch Löschen eines Häkchens deaktiviert werden. Durch Fehlbedienung dieser Option kommt es immer wieder zu Versehen, bei denen als privat geplante Einladungen unbeabsichtigte Megapartys auslösen. Auch bewusst als „öffentlich“ geplante Facebook-Partys können sich wegen der nicht begrenzten Besucherzahl zu kaum steuerbaren Massenveranstaltungen entwickeln. Während die Mehrzahl der Facebook-Partys überwiegend friedlich verläuft, kommt es in Einzelfällen zu Ausschreitungen, die erhebliche Medienaufmerksamkeit finden:

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Bitte diese Stelle (die recht langwierig und aufzählenden Charakter hat) direkt in Wikipedia nachlesen...

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Facebook hatte lange Zeit auf die Probleme nicht reagiert.[116] Nicht zuletzt durch den verstärkten öffentlichen und politischen Druck sowie durch das Erscheinen des Konkurrenten Google+ im Sommer 2011 (bei dem der Nutzer die Einstellungen relativ genau steuern kann[117]) hat Facebook erstmals Verständnis für die Ordnungsbehörden geäußert: In einem Gespräch mit dem Bundesminister des Innern am 8. September 2011 hat Ricard Allen (Director European Policy Facebook) angeboten, einen Leitfaden zu erarbeiten, der den Behörden schnell erreichbare Ansprechpartner bei Facebook sowie Maßnahmen nennen soll.[118] Bislang liegt dieser Leitfaden nicht vor.

„ Gefällt mir“-Knopf und Fanseiten

Der von Facebook für die Anbieter anderer Webseiten bereitgestellte „Gefällt mir“-Knopf bzw. -Schaltfläche (englisch „Like Button“) geriet im Sommer 2011 in die Kritik, nachdem bekannt wurde, dass beim Besuch von Seiten, auf denen sich dieses Plug-in befindet, automatisch ein zwei Jahre lang gültiges Cookie ausgelesen wird, das dem Nutzer ohne seine Zustimmung vorher beim Anschauen von Facebookseiten auf seinen Computer übertragen wurde. Dieses Auslesen findet dabei unabhängig vom Anklicken des „Gefällt mir“-Knopfes statt und unabhängig davon, ob der Besucher einer Website Mitglied bei Facebook ist oder nicht. Von Besuchern einer Seite mit dem „Gefällt mir“-Knopf, die mit ihrem Computer zuvor noch keine Facebook-Seite besucht haben, sammelt der Cookie Informationen wie IP-Adresse und Browsertyp. Bei Personen, die selbst Mitglieder bei Facebook sind, und eine Seite besuchen, die das Plug-in enthält, können die Informationen über das Aufrufen der Seite mittels des Cookies sogar mit ihrem Facebook-Nutzerprofil zusammengeführt werden.[119]

Da auf diese Weise ein Profil der Bewegungen im Internet erstellt werden kann, das all die Seiten mit der Anwendung aufzeigt, die ein Nutzer besucht hat, entschied das deutsche Verbraucherschutzministerium, dass die Anwendung, bis zur Sicherstellung einer datenschutzkonformen Lösung, nicht mehr auf Webseiten von Behörden eingebunden werden soll. Ebenso wurde Politikern empfohlen ihre privaten Fanseiten bei Facebook abzuschalten, da diese das Cookie auf die Computer ihrer Besucher übertragen.[120]